Wir geben gerne unseren Senf dazu
Senf zählt zu den ältesten Würzmitteln der Welt und ist aus
der Küche kaum wegzudenken. Ob klassisch, fruchtig oder pikant, die feine
Schärfe verleiht zahlreichen Gerichten das gewisse Etwas. Doch Senf überzeugt
nicht nur geschmacklich, sondern bringt auch interessante
ernährungsphysiologische Eigenschaften mit sich.
Welche Inhaltsstoffe hat Senf?
Die Basis bilden Senfkörner – je nach Sorte gelb, braun oder
schwarz. Sie enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Senföle
(Glucosinolate), die für die typische Schärfe verantwortlich sind. Diese
entstehen erst, wenn die Körner mit Flüssigkeit in Kontakt kommen und
zerkleinert werden.
Darüber hinaus enthält Senf:
- ätherische Öle
- Antioxidantien
- Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen
- pflanzliches Eiweiß
- Ballaststoffe
Senf ist zudem kalorienarm, solange er ohne übermäßige
Zuckerzusätze hergestellt wird.
Gesundheitliche Vorteile von Senf
Die enthaltenen Senföle können die Verdauung anregen und die
Produktion von Magensaft fördern. Dadurch wird insbesondere fettreiches Essen
bekömmlicher. Senf wird traditionell auch eine leicht antibakterielle Wirkung
zugeschrieben.
Dank seiner antioxidativen Inhaltsstoffe kann Senf außerdem
zum Schutz der Zellen beitragen. Die enthaltenen Mineralstoffe unterstützen
verschiedene Stoffwechselprozesse im Körper. Natürlich gilt auch hier: Senf ist
kein Heilmittel, aber eine sinnvolle Ergänzung im Rahmen einer ausgewogenen
Ernährung.
Wozu passt Senf?
Senf ist ein echter Allrounder. Klassisch begleitet er
Würstel, Fleischgerichte oder Käse. Doch auch in Salatdressings, Marinaden und
Saucen entfaltet er sein volles Aroma. Besonders spannend wird es mit
fruchtigen Varianten wie Marillensenf mit Chili, Himbeersenf oder Feigensenf –
ideal zu Wild, Geflügel oder gereiftem Käse.
Orangensenf oder Mohn-Marillen Senf passen hervorragend zu
Fondue, Raclette, Räucherlachs oder als Glasur für Ofengemüse. Roggen Senf
überzeugt mit kräftiger Würze, während Hagebutten Senf eine feine fruchtige
Säure ins Spiel bringt.
Kochen mit Senf und Senfkörnern
Senf eignet sich nicht nur als Beilage, sondern auch als
Zutat beim Kochen. Ein Löffel Senf in Suppen oder Saucen sorgt für Tiefe und
rundet den Geschmack ab, ohne dominant zu wirken. In Marinaden unterstützt Senf
die Bindung von Öl und Gewürzen und macht Fleisch besonders aromatisch.
Senfkörner lassen sich ebenfalls vielseitig einsetzen. Ganz
verwendet geben sie eingelegtem Gemüse, Currys oder Schmorgerichten eine
würzige Note. In Öl angeröstet entfalten sie ein nussiges Aroma. Gemahlen
dienen sie als Grundlage für hausgemachte Senfpasten oder Gewürzmischungen.
Lagerung von Senf
Geöffneter Senf sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. So
bleibt das Aroma länger erhalten und die Qualität stabil. Wichtig ist, stets
sauberes Besteck zu verwenden, um Verunreinigungen zu vermeiden. Ungeöffnet
hält sich Senf bei kühler, dunkler Lagerung mehrere Monate.
Senf ist somit weit mehr als nur eine scharfe Beilage, er
ist Würzmittel, Aromageber und vielseitige Küchenzutat zugleich.
Eine große Auswahl an regionalen Senfspezialitäten finden Sie hier in unserem regionalen Sortiment.
WP, 17.02.2026
