Ein Ehrentag für das Butterbrot – warum auch nicht?
Es gibt vielerlei kuriose Feiertage und unsere Nachbarn in
Deutschland haben da ein ganz besonderes Händchen dafür. Am 26. September ist
es wieder soweit: „Tag des Deutschen Butterbrotes“. Jawohl, nicht Bier, nicht
Würstel, einfach das Butterbrot. Wer hätte gedacht, dass ein Stück Brot mit einem
Klecks Butter einmal zum Ehrentag erhoben wird? Aber ganz ehrlich: Wenn schon
der Kaktus- oder der Jogginghosentag gefeiert werden, warum dann nicht auch das
Butterbrot?
Dabei steckt in dieser simplen Kombination viel mehr, als
man auf den ersten Bissen vermutet. Brot ist seit Jahrhunderten ein
Grundnahrungsmittel, Butter macht es cremig und rund. Zwei einfache Zutaten und
doch ein Stück gelebte Kultur. In Österreich, wo gutes Brot fast schon ein
Nationalheiligtum ist, kommt das Ganze natürlich noch feiner daher. Ob
knuspriges Mischbrot, würziges Schwarzbrot oder goldbraunes Gebäck, bei uns
findet sich die ganze Vielfalt regionaler Backkunst. Und ja, dazu gehört
selbstverständlich auch Butter aus heimischer Produktion, ohne die ein
Butterbrot schlichtweg unvollständig wäre.
Aber weil wir in Österreich ungern halbe Sachen machen,
darf’s beim Belegen noch ein bisserl mehr sein. Ein Schinken oder Speck aus der Region,
eine herzhafte Wurst oder ein Stück würziger Käse lassen das Butterbrot gleich
noch ein Stück interessanter wirken. Und für alle, die’s lieber süß haben,
warten Honig, Marmeladen und fruchtige Aufstriche. Ein einfaches Butterbrot
wird so im Handumdrehen zum kleinen Festmahl.
Also, warum nicht einfach mitfeiern? Schließlich hat kaum
ein Lebensmittel so viel Bodenständigkeit und gleichzeitig so viel
Variationsreichtum wie das gute alte Butterbrot. Wir heben unser Glas Milch
(oder den Kaffee) darauf und genießen.
Hier geht’s zu Brot, Gebäck, Butter und allem, was ein Butterbrot glücklich macht!
WP, 25.09.2025
