Kleine Nudelkunde oder die richtige Pasta nach Plan
Nudel ist nicht gleich Nudel. Wer glaubt, dass es nur um
Geschmack geht, übersieht ein entscheidendes Detail: die Form. Jede Pasta wurde
so gestaltet, dass sie bestimmte Saucen besonders gut aufnehmen kann. Genau
darin liegt das Geheimnis eines gelungenen Nudelgerichts.
Lange, dünne Pasta
Spaghetti sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit ein
Grundnahrungsmittel, das sich für eine Vielzahl von Gerichten eignet, von
klassischen italienischen Rezepten bis hin zur kreativen Resteverwertung. Diese
Nudel wird gerne für Bolognese, Carbonara aber auch für Meeresfrüchte und Fisch
verwendet.
Breite Bandnudeln
Bandnudeln oder Pappardelle sind die perfekte Wahl für
kräftige, dickere Saucen. Durch ihre breite Oberfläche nehmen sie Ragouts oder
cremige Saucen besonders gut auf. Hier darf es ruhig herzhaft werden.
Hohle Röhrennudeln
Penne, Makkaroni oder Gobetti gehören zu den sogenannten
Röhrennudeln. Ihr Hohlraum sorgt dafür, dass sich die Sauce im Inneren sammelt
– ideal für Tomatensaucen oder würzige Fleischgerichte. Jeder Bissen wird so
besonders saftig.
Gedrehte und geriffelte Pasta
Fusili oder Spiralen punkten durch ihre Form: Die Rillen und
Drehungen halten Saucen besonders gut fest. Auch Rotunde oder Hörnchen bieten
durch ihre Struktur viel Angriffsfläche für cremige oder stückige Saucen.
Fleckerl
Fleckerl-Nudeln sind eine heimische klassische, kurze Nudelsorte,
die sich am besten für deftige Pfannengerichte, Aufläufe und als Beilage
eignet. Aufgrund ihrer flachen, quadratischen Form nehmen sie Soßen und Aromen
hervorragend auf.
Muschel- und Ohrenform
Muschelnudeln oder kleine „Ohren“ sind wahre Saucenfänger.
Sie eignen sich hervorragend für Gerichte mit viel Einlage – etwa Gemüse oder
kleine Fleischstücke. Auch in Aufläufen machen sie eine gute Figur.
Kleine Pasta für Suppen
Suppennudeln wie Sternchen, Suppenmuscheln oder Riebele sind
speziell für klare Suppen gedacht. Sie sorgen für Einlage, ohne den Charakter
der Suppe zu überdecken.
Was bedeutet „al bronzo“?
Der Begriff „al bronzo“ beschreibt ein
Herstellungsverfahren, bei dem die Pasta durch Bronzeformen gepresst wird.
Dadurch entsteht eine raue Oberfläche, an der Saucen besonders gut haften – ein
Qualitätsmerkmal, das man schmeckt.
Und was ist „Scarpetta“?
„Scarpetta“ bezeichnet die italienische Tradition, den
letzten Rest Sauce mit Brot aufzutunken. Ein klares Zeichen dafür, dass die
Kombination aus Pasta und Sauce perfekt gelungen ist.
Extra-Tipp zum Muttertag: Für besondere Anlässe darf es auch
verspielt sein. Liebes Herzen sind rosa und gelbe Nudeln in Herzform und sorgen
für eine liebevolle Überraschung auf dem Teller und bringen garantiert ein
Lächeln.
Ob Spaghetti, Penne oder Bandnudeln – die richtige Form macht aus jedem Gericht ein kleines Meisterwerk: Hier entdecken Sie das Nudel- und Teigwaren-Sortiment unseres Genuss-Marktplatzes.
WP, 24.04.2026
