Essig selber machen – mit Geduld und Geschmack

25. Februar 2026
Essig selber machen – mit Geduld und Geschmack
Essig selber machen – mit Geduld und Geschmack

 

Essig selber machen – mit Geduld und Geschmack

Essig ist ein echter Allrounder in der Küche: Er peppt Salate auf, verfeinert Saucen, Marinaden und sogar eingelegte Gemüse. Wer ihn selbst herstellt, weiß genau, was drinsteckt und kann ihn nach eigenem Geschmack aromatisieren.

Die Basis: Alkohol und Sauerstoff

Essig entsteht, wenn Essigsäurebakterien den Alkohol einer Flüssigkeit in Essigsäure umwandeln. Geeignet sind Wein, Apfelmost und sogar Bier mit einem Alkoholgehalt von ca. 4 – max. 10 Prozent. Ist der Alkoholgehalt höher, empfiehlt es sich mit Wasser leicht zu verdünnen.

Grundrezept mit Essigmutter

Die Essigmutter besteht aus lebenden Essigsäurebakterien und sorgt dafür, dass die Gärung schnell startet. Man bekommt Essigmutter in Bio-Läden oder in Drogerien. So geht’s:

  1. 1 Liter alkoholische Flüssigkeit in ein sauberes, weites Glas oder Gefäß füllen.
  2. 100 ml Essigmutter vorsichtig hinzufügen.
  3. Mit einem sauberen Tuch oder Wattebausch abdecken, damit Sauerstoff hineinkommt.
  4. An einem hellen, warmen Ort (ca. 25 – 30 Grad) einige Wochen stellen und täglich vorsichtig schwenken.
  5. Regelmäßig mit einer sauberen Pipette oder kleinem Löffel probieren bis die gewünschte Säure erreicht ist, abseihen und in saubere Flaschen füllen.
  6. Luftdicht verschließen und an einem kühlen Ort mindestens 10 Wochen kühl und dunkel lagern und der Genuss kann beginnen.

Ohne Essigmutter entsteht ein Beerenessig

Wer keine Essigmutter hat, kann auf eine Essigessenz als Starter zurückgreifen. Diese bekommt man in Supermärkten, Drogerien und Reformhäusern. So kann es losgehen:

100 ml Wein (4 – max. 10 % Alkoholgehalt)

100 ml Wasser

50 ml Essigessenz

100 g frische oder gefrorene Beeren (z. B. Himbeeren)

  1. Alle Zutaten in ein sauberes Gefäß geben.
  2. Mit einem sauberen Tuch oder Wattebausch abdecken, damit Sauerstoff hineinkommt. An einem hellen, warmen Ort (ca. 25 – 30 Grad) und nach ca. 7 Tagen werden die Beeren herausgesiebt. Luftdicht verschließen und fertig ist der Beerenessig.

Tipps für kreative Varianten und für die Aufbewahrung

Basisvarianten: Apfelmost, Traubenwein oder Rotwein für unterschiedliche Aromen.

Aromatisierung: Kräuter, Beeren oder Gewürze nach Belieben hinzufügen.

Sauberkeit: Sauberes Arbeiten schützt vor Schimmel – leichte Trübungen sind normal.

Um spätere Schimmelbildung zu vermeiden, den Essig unbedingt luftdicht verschlossen, trocken und vor allem kühl lagern.

Selbstgemachter Essig ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern auch ein Stück handwerklicher Genuss, besonders wenn regionale Zutaten verwendet werden.

Unsere regionalen Händler und Produzenten verstehen ihr Handwerk und erzeugen erstklassige Essig-Kreationen: Hier geht’s zum Essig-Sortiment des Genuss-Marktplatzes.

 

WP, 26.02.2026