Klimaveränderung und Wasserknappheit - Warum regionale Lebensmittel wertvoller werden

16. August 2026
Klimaveränderung und Wasserknappheit - Warum regionale Lebensmittel wertvoller werden
Klimaveränderung und Wasserknappheit - Warum regionale Lebensmittel wertvoller werden

 

Klimaveränderung und Wasserknappheit - Warum regionale Lebensmittel wertvoller werden

Trockene Felder, ausgedörrte Wiesen und Pflanzen, die schon mitten im Sommer unter der Hitze leiden: Die fortschreitende Klimakrise stellt auch die heimische Lebensmittelproduktion vor neue Herausforderungen. Besonders längere Trockenperioden und hohe Temperaturen können Erträge und Qualität beeinträchtigen. Für Österreichs Landwirtschaft bedeutet das: Die Produktion vieler Lebensmittel wird schwieriger, aufwendiger und unsicherer.

Wenn den Feldern das Wasser fehlt

Wasser ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Wachstum von Pflanzen. Fehlt es über längere Zeit, geraten Getreide, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Gemüse und Obst unter Trocken- und Hitzestress. Die Folgen sind geringere Erträge, Qualitätsverluste und stärkere Schwankungen von Jahr zu Jahr. Besonders betroffen ist der niederschlagsarme Osten Österreichs.

Auch der Boden leidet. Längere Austrocknung kann seine Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit beeinträchtigen. Gleichzeitig steigt bei Hitze der Bewässerungsbedarf und damit auch der Druck auf die begrenzte Ressource Wasser.

Weinbau und Obstbau unter Druck

Auch Weinreben und Obstbäume benötigen ausreichend Wasser. Trockenheit kann Wachstum, Reife und Ertrag beeinflussen. Gleichzeitig verändern höhere Temperaturen die Vegetationsperioden und können Anbaugebiete verschieben. Im Wein- und Obstbau müssen deshalb Sortenwahl, Bodenpflege und Bewässerung zunehmend an veränderte Bedingungen angepasst werden.

Auch Tiere spüren die Hitze

Wenn Wiesen weniger Futter liefern, kann die Versorgung mit Gras und Heu schwieriger werden. Hohe Temperaturen verursachen zudem Hitzestress bei Nutztieren und können unter anderem die Futteraufnahme und Produktionsleistung beeinträchtigen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Stallklima, Lüftung und Wasserversorgung.

Regionalität bewusst wertschätzen

Wenn Ernteausfälle wahrscheinlicher werden und die Produktion aufwendiger wird, bekommt jedes regional erzeugte Lebensmittel eine zusätzliche Bedeutung. Regional einzukaufen bedeutet nicht, den Klimawandel allein lösen zu können. Es bedeutet aber, jene Produzentinnen und Produzenten zu unterstützen, die unsere Lebensmittelversorgung vor Ort aufrechterhalten und sich gleichzeitig an veränderte Bedingungen anpassen müssen.

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Gerade in Zeiten, in denen Wasser zur kostbaren Ressource wird, ist Regionalität mehr als eine Frage des Geschmacks: Sie ist ein Stück Zukunft unserer Lebensmittelversorgung.

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WP, 16.08.2026