Lardo – das „weiße Gold“ Italiens

28. Februar 2026
Lardo – das „weiße Gold“ Italiens
Lardo – das „weiße Gold“ Italiens

 

Lardo – das „weiße Gold“ Italiens

Zart schmelzend, aromatisch und überraschend fein: Lardo gilt in Italien als Delikatesse mit Tradition. Was auf den ersten Blick „nur“ nach Speck aussieht, ist in Wahrheit ein handwerklich gereiftes Produkt mit Charakter – und mit Geschichte.

Herkunft und Tradition

Seine berühmteste Heimat ist Colonnata in der Toskana. Dort wird Lardo seit Jahrhunderten in Marmorbecken gereift. Verwendet wird fester Rückenspeck vom Schwein, idealerweise von langsam gewachsenen Tieren mit guter Fettqualität. Ein weiterer Herkunftsort ist Arnad. Der dortige Lardo aus dem Aostatal reift in Holzbehältern in einer Salzlake mit Kräutern wie Wacholder und Salbei.

Herstellung und Reifung

Für Lardo wird der reine Speck vom Schweinerücken sorgfältig zugeschnitten. Anschließend wird er mit Salz, Pfeffer, Rosmarin, Knoblauch und weiteren Gewürzen eingerieben.

Danach beginnt die Reifezeit: Mehrere Monate lagert der Speck kühl und dunkel. Während dieser Zeit zieht das Salz langsam ein, die Gewürze geben ihr Aroma ab und die Konsistenz wird cremig-zart. Die lange Reifung sorgt für Stabilität, feinen Duft und ausgewogene Würze.

Aussehen, Geschmack und Qualität

Hochwertiger Lardo ist schneeweiß bis leicht rosé schimmernd, mit feiner, homogener Struktur. Er duftet mild und kräuterwürzig.

Am Gaumen ist er überraschend elegant: weich, buttrig, mit dezenter Salznote und aromatischer Tiefe. Minderwertige Ware erkennt man an gräulicher Farbe, unangenehmem Geruch oder zu weicher, öliger Konsistenz.

So genießt man Lardo am besten

Lardo wird hauchdünn geschnitten – idealerweise eiskalt mit der Aufschnittmaschine. Je kälter der Speck, desto sauberer die Scheiben. Auf warmem, knusprigem Brot beginnt er sanft zu schmelzen und entfaltet sein volles Aroma.

Klassisch genießt man ihn pur, eventuell mit etwas Pfeffer oder einem Hauch Honig. Auch auf warmen Ofenkartoffeln oder als feine Scheibe auf gegrilltem Fleisch ist er ein Highlight.

Verwendung in der Küche

  • Hauchdünn auf Crostini
  • Als aromatische Hülle für mageres Fleisch
  • Fein gewürfelt zum Verfeinern von Pasta oder Risotto
  • Auf warmem Gemüse oder Polenta

Wichtig: Lardo sollte nicht stark gebraten werden – Hitze zerstört seine feine Textur.

Lagerung und Tipps

Am besten bewahrt man Lardo gut gekühlt, luftdicht verpackt, im Kühlschrank auf. Angeschnittene Stücke sollten möglichst rasch verbraucht werden. Zum Schneiden empfiehlt es sich, ihn vorab gut durchzukühlen – so gelingen perfekte, dünne Scheiben.

Wer Qualität sucht, achtet auf Herkunft, sorgfältige Reifung und eine gleichmäßige Struktur.

Hier geht’s zum Lardo-Sortiment unseres Genuss-Marktplatzes.

 

WP, 28.02.2026