Sauerhonig – das vergessene Elixier
Was ist eines der ältesten überlieferten Naturmittel, das
gerade wiederentdeckt wird? Oxymel, auch Sauerhonig genannt. Die traditionelle
Mischung aus Honig und Essig erlebt derzeit ein kleines Comeback und passt
erstaunlich gut zu einer modernen Küche, die regionale Zutaten und natürliche
Produkte schätzt.
Was ist Oxymel?
Oxymel ist eine traditionelle Mischung aus Honig,
naturtrübem Apfelessig und ausgewählten Kräutern. Schon die Grundzutaten lassen
sich wunderbar regional denken: Honig vom heimischen Imker, Apfelessig aus
österreichischem Streuobst und Kräuter aus der Region.
Die Kombination klingt zunächst ungewöhnlich, ergibt aber
einen spannenden süß-säuerlichen Geschmack. Je nach Rezeptur kommen
beispielsweise Lavendel, Hagebutten, Holunderbeeren, Aronia, Thymian, Ingwer
oder Zitrone dazu.
Was steckt gesundheitlich dahinter?
Oxymel wird traditionell mit verschiedenen gesundheitlichen
Wirkungen verbunden – etwa der Unterstützung der Verdauung oder des allgemeinen
Wohlbefindens. Auch eine „basische Wirkung“ wird ihm teilweise zugeschrieben.
Wissenschaftlich lassen sich solche pauschalen Wirkversprechen für Oxymel
jedoch nicht ausreichend belegen. Es sollte daher als traditionelles
Lebensmittel und nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung verstanden
werden.
Interessant ist Oxymel außerdem als alkoholfreie Alternative
zu Kräutertinkturen. Je nach Rezeptur kann es mit Wasser oder Tee verdünnt
genossen werden.
Oxymel selbst gemacht
Haben Sie schon einmal Oxymel selbst gemacht? Für eine
einfache Variante geben Sie Kräuter in ein sauberes Schraubglas und übergießen
sie mit 3 Teilen Honig und 1 Teil naturtrübem Apfelessig. Wer es säuerlicher
mag, kann auch ein Verhältnis von 2:1 verwenden. Verschließen, gut vermischen
und etwa 3 bis 4 Wochen dunkel ziehen lassen, dabei täglich schütteln.
Anschließend durch ein Sieb abseihen und in eine saubere, dunkle Flasche
füllen.
WP, 25.09.2026
