Oliven-Öl-Wechsel, mediterraner Genuss für die heimische Küche

02. September 2026
Oliven-Öl-Wechsel, mediterraner Genuss für die heimische Küche
Oliven-Öl-Wechsel, mediterraner Genuss für die heimische Küche

 

Oliven-Öl-Wechsel, mediterraner Genuss für die heimische Küche

Butter aufs Brot, Öl in die Pfanne und alles bleibt, wie es immer war? Nicht unbedingt. Wer seiner Ernährung einen mediterranen Dreh geben möchte, muss dafür weder nach Italien ziehen noch die heimische Küche neu erfinden. Oft reicht schon ein genauerer Blick auf die Fette, die täglich im Kochtopf und in der Pfanne landen.

Was steckt im Fett?

Der entscheidende Unterschied liegt unter anderem in den Fettsäuren. Olivenöl besteht zu einem großen Teil aus einfach ungesättigten Fettsäuren, allen voran Ölsäure. Diese Fettsäure kann im Rahmen einer insgesamt ausgewogenen Ernährung dazu beitragen, das Blutfettprofil günstig zu beeinflussen. Extra natives Olivenöl liefert zusätzlich Polyphenole und weitere antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe.

Butter enthält dagegen einen deutlich höheren Anteil an gesättigten Fettsäuren. Deshalb geht es nicht darum, Fett grundsätzlich zu vermeiden, sondern häufiger hochwertige ungesättigte Fette zu verwenden und gesättigte Fette nicht zum Hauptdarsteller auf dem Teller zu machen.

Mediterran kann auch österreichisch

Die mediterrane Ernährung ist weit mehr als „Olivenöl statt Butter“. Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Vollkornprodukte, Nüsse, Fisch und wenig stark verarbeitete Lebensmittel bilden das Fundament. Genau das lässt sich erstaunlich unkompliziert in den österreichischen Alltag umsetzen.

Olivenöl passt etwa zu Salaten, Gemüse, Erdäpfeln, Fisch oder zum Marinieren von Fleisch. Walnüsse, heimisches Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte bringen gleichzeitig Zutaten aus der österreichischen Küche ins mediterrane Konzept.

Darf Olivenöl in die heiße Pfanne?

Ja! Das hartnäckige Gerücht, extra natives Olivenöl dürfe ausschließlich kalt verwendet werden, gehört ins Reich der Küchenmythen. Hochwertiges extra natives Olivenöl kann zum Braten und Kochen eingesetzt werden. Sein Rauchpunkt liegt je nach Öl und Zusammensetzung ungefähr im Bereich von 180 bis 190 °C.

Wichtig ist trotzdem: Öl sollte nicht rauchen. Bei normalen Kochtemperaturen bis etwa 200 °C entstehen durch das Erhitzen nur geringe Mengen zusätzlicher Transfettsäuren. Problematischer wird es bei sehr hohen Temperaturen und langem Erhitzen. Studien zeigen zudem, dass Olivenöl beim Erhitzen eine bemerkenswerte oxidative Stabilität besitzt.

Butter & Co. bleiben erlaubt

Das bedeutet nicht, dass Butter vom Speiseplan verschwinden muss. Ein Stück Butter im Kartoffelpüree, auf dem Brot oder zum Verfeinern eines Gerichts kann weiterhin wunderbar schmecken. Der Gedanke dahinter ist vielmehr Abwechslung und Qualität statt Fettverzicht.

So wird aus einem mediterranen Ernährungskonzept kein Fremdkörper, sondern eine genussvolle Ergänzung der heimischen Küche.

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WP, 02.09.2026