Bitterschokolade – die dunkle Seite des Genusses
Bitterschokolade hat oft ein Imageproblem. Zu herb, zu
erwachsen, zu wenig „süßes Glück“. Dabei ist sie eigentlich der besondere
Charakter unter den Schokoladen: tiefgründig, spannend und mit erstaunlich
positiven Nebenwirkungen. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, bleibt oft
dabei und das nicht nur aus Genussgründen.
Was passiert im Körper, wenn Bitterschokolade genossen wird?
Der hohe Kakaoanteil liefert sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere
Flavanole. Diese können die Durchblutung fördern und wirken antioxidativ.
Gleichzeitig sorgt Kakao dafür, dass Glückshormone wie Serotonin ausgeschüttet
werden. Kurz gesagt: Bitterschokolade kann die Stimmung heben und das ganz ohne
Zuckerschock.
Oft werden Zartbitterschokolade und Bitterschokolade in
einen Topf geworfen, dabei gibt es Unterschiede. Zartbitter enthält meist mehr
Zucker und einen geringeren Kakaoanteil. Bitterschokolade hingegen beginnt
dort, wo der Kakaoanteil deutlich überwiegt und der Zucker in den Hintergrund
rückt. Je höher der Kakaoanteil, desto intensiver der Geschmack und desto näher
ist man an den gesundheitlich interessanten Eigenschaften.
Welche Bitterschokolade gilt nun als die gesündeste?
Allgemein gesagt: Sorten mit hohem Kakaoanteil und wenig Zucker. Vegane
Bitterschokolade punktet zusätzlich, da sie ohne Milchbestandteile auskommt.
Auch Bitter-Trinkschokolade kann eine spannende Alternative sein – intensiv,
wärmend und perfekt für erholsame Genussmomente. Varianten mit Himbeeren,
Blüten oder sogar Gold zeigen, dass gesund und extravagant sich nicht
ausschließen müssen.
Auch im Darm kann dunkle Schokolade durchaus mitspielen. Die
enthaltenen Ballaststoffe und Pflanzenstoffe können sich positiv auf die
Darmflora auswirken. Natürlich gilt auch hier: Die Menge macht’s. Ein paar
Stücke fördern den Genuss, die ganze Tafel auf einmal eher das schlechte
Gewissen.
Ist Bitterschokolade also ein Dickmacher? Nicht
zwangsläufig. Durch den intensiven Geschmack reicht oft eine kleine Menge aus.
Wer bewusst genießt, statt nebenbei zu naschen, bleibt meist im grünen Bereich.
Bitterschokolade ist eher ein „Genuss mit Maß“ als eine Kalorienfalle.
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WP, 30.01.2026
